Männlichkeitsmuster im Arbeits- und Gesundheitsverhalten

Frauen sind häufiger und länger krank, Männer sind ab einem bestimmten Alter stärker von schweren und zur Erwerbsunfähigkeit führenden Erkrankungen betroffen; ihre Lebenserwartung ist geringer als die der Frauen. Eine sehr ernst zu nehmende Hypothese ist die folgende: Frauen nehmen Belastungen eher und realitätsgerechter wahr, Männer neigen eher zu einer Abwehr der Belastungswahrnehmung und zu einem „Durchhalte-Syndrom“. Die Geschlechterforschung und kulturhistorische Veröffentlichungen wie z.B. Theweleits „Männerphantasien“ haben zu einer Sensiblisierung hinsichtlich des Männerverhaltens geführt, die nunmehr auch den Blick auf das arbeitsbezogene Gesundheits- und Krankheitsverhalten der Männer, auf ihr Risiko- und Abwehrverhalten sowie ihre biographischen Krisen nach seelischen und körperlichen Zusammenbrüchen richtet.

Ausgewählte Veröffentlichungen:

  • Vortrag und Artikel (2003): Männlichkeitsmuster – Wie Arbeitnehmer mit ihrer eigenen Gesundheit umgehen. In: Arbeitnehmerkammer Bremen (Hg.): Gender Mainstreaming in Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung. Bremen: Eigendruck, S. 31-41. // Link
  • Artikel (2009): Überverausgabung und Gesundheit - erleben wir eine Renaissance alter Rollenmuster? In: Brandenburg, S. et al. (Hg.): Arbeit und Gesundheit: geschlechtergerecht? Hamburg: VSA //
    Verlagshinweis
  • Vortrag (2009) beim Kongress "A+A" (Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) in Düsseldorf // Link
  • Authenticity and individual mindfullness within organisations: Problems and perspectives. In: Guido Becke (Ed.): Mindfull Change in Times of Permanent Reorganization. Organizational, Institutional and Sustaina­bility Perspectives. Springer, Berlin/Heidelberg 2014, S. 73-88.